Das Plateau (Periglazialkuchen)

Das Plateau (Periglazialkuchen)

Eine geologische Formation mit schrägem Profil und abgerundeter Form, die sich am Fuße der Steilhänge des nordwestlichen Hangs der Tiñosa befindet.
Geologen bezeichnen sie als „periglaziale Torte“, und der Ursprung ihrer Entstehung geht auf das Quartär zurück (vor zwei Millionen Jahren), eine Zeit, in der sich Kalt- und Warmzeiten abwechselten. Durch den als Gelifraktion oder Gelivation bezeichneten Prozess zerfallen die Gesteine der Felswände in kleine Stücke, sogenannte Klasten, aufgrund der Spannungen, die beim Gefrieren des Regenwassers entstehen, das in ihre Spalten, Risse und Poren eindringt. Auf diese Weise entstanden während der Eiszeiten umfangreiche Geröllablagerungen an den Nordflanken einiger Gebirgszüge des Naturparks, die später durch das Durchfließen von kalziumkarbonatreichem Wasser während der Warmzeiten zementiert wurden. Anhand des Zements lässt sich das ungefähre Alter dieser Ablagerungen berechnen, das auf etwa 80.000 Jahre geschätzt wird. Das so entstandene Gestein wird als „Breccia“ bezeichnet, und die unterschiedliche Kantigkeit oder Rundung der Steine, aus denen es besteht, ist auf die mehr oder weniger große Entfernung zurückzuführen, die diese seit ihrem Ursprungsort zurückgelegt haben. Auf der Hochebene sind die Klasten kantig, da sie von nahegelegenen, höher gelegenen Steilhängen herabgefallen sind und nicht durch ein späteres Flusssystem abgerundet wurden. Die besondere Entstehungsgeschichte dieses Ortes rechtfertigt seine Aufnahme in die Liste der herausragenden Geostandorte des Naturparks.