Dehesa Vichira

Dehesa Vichira

Es liegt ganz in der Nähe des Dorfes Los Villares, am Fuße des Pico Bermejo in den Subbéticos-Bergen.
Viele Jahre lang waren die Gebiete am Fuße des Westhangs der Sierra Horconera (Pico Bermejo und Loma de las Chozas) sowie an der Nordflanke der Sierra de Rute von ausgedehnten Weideflächen mit vereinzelten Steineichen geprägt, auf denen Getreide angebaut und Vieh gezüchtet wurde. Verschiedene vom Menschen verursachte Eingriffe haben diese Landschaft nach und nach verändert, und der Olivenanbau hat sich zunehmend durchgesetzt, wodurch die natürliche Vegetation auf die steilsten Bereiche der Berge zurückgedrängt wurde. Auch heute noch lassen sich im Naturpark der Sierras Subbéticas Weidelandschaften erkennen; eines der bekanntesten Beispiele ist die Dehesa Vichira, die unter den mächtigen Ausläufern der Westflanke des Pico Bermejo liegt und von einer mit Weideland durchsetztem Steineichenwald bewachsen ist, mit einigen Exemplaren von wahrhaft außergewöhnlicher Größe. Die stimmungsvolle Landschaft, die diese Bäume zusammen mit den alten Ackerflächen und dem mediterranen Unterholz am Fuße der felsigen Steilhänge bilden, hat ihr die Auszeichnung als „einzigartiger Baumbestand“ durch die Stadtverwaltung von Priego de Córdoba eingebracht. Die Ländereien der Dehesa Vichira waren Schauplatz verschiedener historischer Wechselfälle, vor allem während der maurischen Herrschaft, als sie mehrmals den Besitzer wechselten. Die Bewohner des nahegelegenen Jardín del Moro bestellten ihre fruchtbaren Felder und ließen dort ihr Vieh weiden. Zudem waren sie seit jeher ein Durchgangsort für Reisende und Transhumanten, vor allem aufgrund des in der Gegend verlaufenden „Camino Viejo“ von Priego nach Rute (GR-7). Im lokalen Sprachgebrauch wird dieser Ort meist als „Jesa Vichira“ bezeichnet.