Fledermaushöhle

Fledermaushöhle

Die Fledermaushöhle befindet sich auf einer Höhe von 980 m am Nordhang des Cerro de los Murciélagos, einem Berg, dessen Name sich vom Namen der Höhle ableitet.
Es ist die einzige für den Tourismus erschlossene Höhle im Naturpark Sierras Subbéticas und verfügt über eine asphaltierte Zufahrtsstraße (CO-6210), die von Zuheros aus hinaufführt, sowie über ein in der Nähe errichtetes Ökomuseum, das die natürlichen und archäologischen Werte der Höhle vermittelt. Die jüngsten Erkundungen, die im August 2014 von der Höhlenforschergruppe G40 durchgeführt wurden, ergaben eine kartierte Länge von 3.367 m und eine Tiefe von 75 m. Mit diesen Maßen ist sie im Katalog der Höhlen Spaniens verzeichnet und ist damit die erste Höhle der Provinz, die zu dieser ausgewählten Gruppe gehört. In ihr wurden mehrere Ausgrabungen durchgeführt, die ihre Besiedlung durch den Neandertaler während des Mittelpaläolithikums (vor 35.000 Jahren) und durch den Homo sapiens im Jungpaläolithikum (30.000–9.000 v. Chr.) dokumentiert haben. Die bedeutendsten Erkenntnisse haben jedoch ihre Bedeutung für das Verständnis der Jungsteinzeit (6.000–3.000 v. Chr.) deutlich gemacht. Eines der bedeutendsten Fundstücke aus der Cueva de los Murciélagos ist der berühmte „Vaso de Zuheros“, ein Gefäß aus Almagra-Keramik (hergestellt aus Eisenoxid und von rötlicher Farbe), der 1938 gefunden und auf die Zeit zwischen 4300 und 3900 v. Chr. datiert wurde. Er befindet sich derzeit im Nationalen Archäologischen Museum in Madrid, wo auch andere Fundstücke aus dem Inneren der Höhle aufbewahrt werden, wie Mahlsteine oder Knochen von Hirschen, Ziegen und Bären. Die Fledermaushöhle ist eine touristische Attraktion ersten Ranges für Zuheros, den Naturpark der Sierras Subbéticas und die Provinz Córdoba, was dazu beitrug, dass sie 1985 zum Kulturgut und 2001 zum Naturdenkmal erklärt wurde. Zudem ist sie im andalusischen Verzeichnis der Georessourcen (2011) aufgeführt, im spanischen Verzeichnis der Orte von geologischem Interesse unter der Nummer AND-227 katalogisiert und steht auf der Liste der herausragenden Geostandorte des Geoparks der Sierras Subbéticas. Seit 2007 gehört sie zur erlesenen Gruppe der sieben Wunder der Provinz Córdoba.