Subbetica
Kapelle des Heiligen Sebastian
Sie stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und wurde von den Markgrafen von Benamejí errichten lassen. Die „Virgen la Cabeza“ thront in der schlichten, in die Wand eingelassenen zentralen Nische, über der ein Gemälde der Virgen de Guadalupe hängt. An einer Seite befindet sich die Figur des Heiligen Sebastian, an der anderen die des Heiligen Rochus.
Der innere Altaraufsatz stammt aus dem ehemaligen Kloster der Unbeschuhten Karmeliten (Männerkloster) in Benamejí; er ist vollständig mit Blumenmotiven verziert, wobei die Schnitzerei des Wappens des Karmeliterordens besonders hervorsticht.
In dieser Kapelle befindet sich eine Figur mit großer Andachtstradition, nämlich der Heilige Judas Thaddäus, der Schutzpatron der aussichtslosen Fälle.
Der Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit zwei Seitenkapellen, in denen die Heiligenbilder von Jesús del Mayor Dolor, der Jesus darstellt, wie er seine Gewänder aufhebt, während er noch an die Säule gefesselt ist, an der er gegeißelt wurde, das Heilige Kreuz und „Nuestro Padre Jesús Preso“, eine Vollholzschnitzerei, die Jesus im Moment seiner Gefangennahme im Garten Getsemani darstellt. In der gegenüberliegenden Kapelle befindet sich „Maria Santísima de la Soledad“, eine wunderschöne Korbfigur aus der Schule von Granada, die große Ähnlichkeit mit anderen Dolorosas eines Schülers der granadinischen Schule des Goldenen Zeitalters aufweist, alle sind Schnitzereien von großem künstlerischem Wert, von schlichter und beeindruckender Schönheit.
In der zentralen Kuppel befinden sich die Wappen der Familie Bernuy, der Markgrafen von Benamejí.
Diese Kapelle präsentiert sich mit einem schlichten Portal im neoklassizistischen Stil, über dem der große, sie krönende Glockenturm aus Ziegelsteinen dominiert.
Sie wurde 1682 erbaut; heute sind noch mehrere Bogenansätze des Säulenhofs und die barocke Fassade der Kirche erhalten, die kürzlich restauriert und aufgewertet wurde.