Subbetica
NATURPARK DER SUBBÉTISCHEN BERGKETTEN
Der Naturpark „Sierras Subbéticas“ liegt im Nordwesten der Provinz Córdoba und bildet damit das geografische Zentrum Andalusiens. Er erstreckt sich über eine Fläche von 32.056 Hektar in der Betischen Gebirgskette. Zu den Gemeinden der Provinz Córdoba, die zumsozioökonomischen Einflussgebietgehören, zählen Cabra, Carcabuey, Doña Mencia, Iznajar, Priego de Córdoba, Rute, Luque und Zuheros. In den Sierras Subbéticas befindet sich mit La Tiñosa der höchste Gipfel der Provinz mit 1.570 Metern.
Der Naturpark Sierras Subbéticas wurde am 28. Juli 1989 zum Naturschutzgebiet erklärt. Darüber hinaus wurde dieses Gebiet 2006 vom Europäischen Komitee als Mitglied des Europäischen Geopark-Netzwerks anerkannt. Seit 2015 trägt es zudem die Bezeichnung UNESCO-Geopark.
Die Gründung des Naturparks entspricht dem Bestreben, eine Region mit besonderen natürlichen und soziokulturellen Werten zu gestalten und zu ordnen. Sein Ziel ist derSchutz und die Erhaltung der Landschaftsowie der natürlichen Flora- und Faunagemeinschaften; das heißt, jene Gebiete vor Verfall zu bewahren, die es wert sind, erhalten zu werden. Die Vielzahl an Nuancen, die seine Landschaften schmücken, zeugen von einer tief verwurzelten Tradition, die sich in einer ländlichen Atmosphäre und den für diese Gebirgszüge charakteristischen landwirtschaftlichen Nutzungen widerspiegelt. Einerseits gibt es authentische Beispiele der Karstlandschaft, Endemiten sind häufig anzutreffen, und darüber hinaus herrscht einegroße Pflanzenvielfalt. Andererseits ist dieser Park ein privilegierter Lebensraum für Arten wie den Wanderfalken, die Cabrera-Spitzmaus und die Flusskrebse.
Die typische Vegetation ist die des Mittelmeerraums und zeichnet sich durch wenige Baumarten von geringer Höhe, eine große Vielfalt an Straucharten und eine wenig entwickelte Krautschicht aus. Die Steineiche und die Traubeneiche stehen im Vordergrund, doch auch Wildoliven und Mandelbäume sowie die an den Flussufern vorkommenden Pappeln und Eschen sind von Bedeutung. Unter den Arten, die das Unterholz und das Buschwerk bilden, sind insbesondere Cocojas, Erdbeerbäume, Wacholder, Sabinen, Heidekraut und Mastixsträucher hervorzuheben. In der unteren Vegetationsschicht sind Spargel, Sarsaparille, Efeu, Stechginster und Thymian reichlich vorhanden. Aufgrund ihrer besonderen Schönheit sind die Pfingstrosen zu erwähnen, und aufgrund ihrer außergewöhnlichen Bedeutung heben wir das Vorkommen endemischer Arten hervor. Das Schutzgebietbesteht aus einer Reihe von Felsmassiven mit steilen Hängen und Höhen, die teilweise 1500 Meter überschreiten. Diese geografischen Merkmale heben es vom übrigen umgebenden Gebiet ab. Hier werden die höchsten Niederschlagsmengen der Provinz verzeichnet.