Subbetica

Kalkofen (1.–2. Jahrhundert)

Kalkofen (1.–2. Jahrhundert)

Exhibición arqueológica con un horno antiguo y necrópolis, destacando la reconstrucción del horno y su proceso de calcinación en un entorno musealizado.

Standort: Wohnsiedlung UE 29 (C/ Ramón y Cajal, neben der öffentlichen Schule Camacho Melendo).

Der Ofen wurde bei den archäologischen Ausgrabungen entdeckt, die 2007 vom Museum (Städtischer Archäologiedienst) durchgeführt wurden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden ein Kalkofen (1.–2. Jahrhundert) und eine Nekropole (3.–5. Jahrhundert) dokumentiert. Beide Elemente sind in der öffentlich zugänglichen Ausstellung zu sehen.

Die Aufwertung bestand im Bau eines rechteckigen Gebäudes, das in zwei separate Räume unterteilt ist. Der erste Raum beherbergt den Eingang sowie die entsprechenden didaktischen Schilder, außerdem die Ausstellung von zwei Gräbern aus derselben Fundstätte und weitere museografische Elemente, darunter ein Modell des rekonstruierten Ofens. Der zweite Raum beherbergt den Kalkofen, der zusammen mit einer thematischen Inszenierung ausgestellt wird.

Für den Bau des römischen Priego wurden zahlreiche in der Umgebung verfügbare Ressourcen benötigt: Stein, Ziegel, Dachziegel, Erde und Kalkmörtel sowie weitere, weniger wichtige Materialien. Kalkmörtel war in der Antike der am häufigsten verwendete Mörtel für den Bau. Er bestand aus Sand, Kalk und Wasser. Sand und Wasser wurden, sobald die Bezugsquellen gefunden waren, nahezu unverändert verwendet. Bei Kalk ist dies nicht der Fall.

Um Kalk zu gewinnen, muss geeigneter Kalkstein gebrannt werden, d. h. er muss in einem Prozess, der mehrere Tage dauern kann, hohen Temperaturen (ca. 1.000 °C) ausgesetzt werden, damit sich das darin enthaltene Kalziumkarbonat in Kalziumoxid umwandelt. Dieses Kalziumoxid ist der „Branntkalk“, der mit Wasser vermischt werden muss, um sich in eine plastische Masse zu verwandeln, die nun als Mörtel verwendet werden kann. Diese Funktion erfüllte der hier gezeigte Kalkofen.

Hauptteile des Ofens:

  • Kalzinierungskammer: Hier wurden die Kalksteine abgelagert, die dank eines im unteren Teil angeordneten Feuers kalziniert werden sollten. Diese halbunterirdische Kammer ist teilweise in den Naturstein (Travertin oder Tosco) gehauen und wurde mit einer Lehmziegelwand aufgestockt, die den sichtbaren oberirdischen Teil der Struktur bildete. Ihr Grundriss ist kreisförmig.
  • Zugangstür, der ein kleiner Vorraum vorgelagert ist.